Bienen und Blumen …

Der Frühling ist zwar kalendarisch noch ein kleines Stückchen entfernt, erste Boten findet man aber seit Kurzem in der Natur. Die Tage werden auch schon wieder etwas länger und bei mir steigt damit sofort die Lust am Garteln – ich kann es schon fast nicht mehr erwarten, wann es endlich wieder losgeht!

Weil das Wetter heute so schön war, bin ich gleich los, hab den Garten umgegraben (mit unterstützender Hilfe von Max) und hab sie festgehalten, die ersten Blüten, die sich aus dem Boden strecken. Vergangenen Herbst habe ich ein paar Blumenzwiebeln in den Rasen gepflanzt und die ersten Krokusse sprießen schon.

Prinzipiell versuche ich meinen Garten vorwiegend mit Arten zu bepflanzen, von denen ich auch später noch etwas habe. Also Pflanzen, die ich essen kann wie Kräuter und Gemüse oder welche, die eine praktische Funktion erfüllen (z.B. Hecken). Ich kann aber leider nicht immer widerstehen und lege mir dann doch ab und zu Zierpflanzen zu. Dann ist es mir aber sehr wichtig, dass diese einen zusätzlichen sinnvollen Zweck haben. Bei den Zwiebelblumen habe ich beispielsweise Arten ausgewählt, die von Bienen besonders gerne als Nahrungsquelle angeflogen werden. Und weil wir auch mit dem Gedanken spielen, uns später einmal ein paar Bienenstöcke zuzulegen, ist es in vorrausschauender Weise sicher auch nicht verkehrt, schon einmal mit dem Anlegen des Futterangebotes zu beginnen.

Wer seinen Garten bienenfreundlich gestalten will, sollte versuchen, geeignete Nektarquellen über einen möglichst langen Zeitraum anzubieten, damit die Bienen auch zu jeder Zeit (außgenommen Winter) genügend Futter bekommen. Beim Kauf einfach auf die unterschiedlichen Blütezeiten von Sträuchern, Kräutern, Stauden oder anderen Blumen achten.

Hier ihre Lieblinge unter den Zwiebelblumen:

  • Zierlauch
  • Herbstzeitlose
  • Krokus
  • Schneeglöckchen
  • Dolden-Milchstern/Stern von Bethlehem
  • Blaustern
  • Traubenhyazinthe
  • Schachbrettblume
  • Wildtulpen

Mit diesen Blumen können Bienen bereits an warmen Wintertagen zum Pollensammeln anfangen. Beim Kauf sollte man am besten Bio-Produkte oder ungesprizte Alternativen wählen. Besser geeignet als hochgezüchtete Hybriden sind verwildernde Arten. Sie haben zwar etwas kleinere Blüten, vermehren sich aber besonders gut und werden über die Jahre zu einem reichblühenden Teppich. Vergräbt man die Zwiebeln im Rasen, stören sie auch nicht im Blumenbeet und man kann sie nicht versehentlich umgraben. Letzteres ist mir nämlich schon mal passiert!

Zwiebelblumen sind recht pflegeleicht. Eigentlich muss man überhaupt nichts tun – das mag ich an diesen Pflanzen! Eine Sache ist jedoch ganz wichtig: die Blätter dürfen nicht vorzeitig abgeschnitten werden. Auch wenn die Blüten schon verblüht sind, sollte man unbedingt warten, bis die Blätter gelb und trocken werden bevor man drüber mäht. Die Pflanze entzieht nämlich den Blättern ihre Kraft und speichert diese für die Blütenproduktion im nächsten Jahr in der Knolle.

Ich freue mich jetzt schon total darauf ein bienefreundliches Blumenbeet anzulegen. Bilder und Infos gibts dann natürlich auch!

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