Ernte 2018

Ich weiß nicht genau, woran es liegt, aber die letzten zwei Jahre waren nicht wirklich große Gartenjahre beim Grünfink. Also einerseits ja schon, weil unser Garten stets wächst und sehr viele neue Pflanzen einziehen – insgesamt wachsen hier nun schon so an die 180 Bäume und Sträucher, die wir nahezu alle selbst gepflanzt haben – aber im Gemüsegarten gabs jetzt offensichtlich zum zweiten Mal in Folge ein Sommerloch! Vielleicht liegt es an der großen Hitze der beiden vergangenen Jahre, oder einfach am Kleinkind… oder am Hausbau…

Egal, es ist trotzdem ein bisschen was dabei raus gekommen:

 

Mangold

Geplant war, Mangold im Topf zu säen. Daraus ist nichts geworden, wird aber im nächsten Jahr erneut eingeplant. Trotzdem konnte ich ein klein wenig, durch Selbstaussaat gewachsenen Mangold im Gemüsegarten und im Hühnerzaun ernten.

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Winterrettich

Sollte als Nachkultur im Starkzehrerbeet dienen. Wurde dann aber, wegen oben genannter Gründe nicht gesät.

Zuckerhut

Sollte als Nachkultur im Mittelzehrerbeet dienen. Da die Karotten aber nicht wirklich gewachsen sind, habe ich diese bis zum Schluss drin gelassen und somit war nicht wirklich Platz für Zuckerhut. Abgesehen davon, hatte ich auch nicht die Muße dazu…

Ringelblumen
(Samen, Eigengewinnung)

Die Ringelblumen sind gut gewachsen und waren wieder einmal ein schöner Anblick im Gemüsebeet. Salbe habe ich in diesem Jahr keine gemacht, weil noch welche vom letzten Jahr übrig ist.

Kapuzinerkresse
(Samen, Eigengewinnung)

Die Kresse ist nicht besonders gut gewachsen. Sie ist neben den beiden anderen Blumen etwas untergegangen. Ich habe daraus wieder eine Salbe gemacht (Ringelblumensalbe).

Schabzigerklee
(Samen, gekauft)

Ist schön gewachsen, habe ich dann aber leider nicht geerntet.

Karotten
(konventionelle Samen, geschenkt)

Es sind nicht besonders große Karotten geworden – obwohl sie bis zum Schluss im Beet waren, in der Hoffnung, dass sie doch noch was werden. Dennoch habe ich etwa 5 kg ernten können. Den Großteil habe ich geschnitten, blanchiert und eingefroren, ein Teil ist im Keller im Sand vergraben und der Rest im Kühlschrank.

Rote Bete
(Bio-Samen, gekauft)

Für die roten Knollen war es meiner Meinung nach heuer zu heiß. Und weil ich auch nicht viel beregnet oder gegossen habe (zum einen aus Zeitmangel und Faulheit, zum anderen wegen Wasserknappheit), sind es nur ein paar kleine bis mittelgroße Knollen (ca. 5–10 Stk.) geworden.

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Zwiebeln
(500 g Steckzwiebeln, gekauft)

Zwiebeln habe ich wieder in Kombination mit Rote Bete und Karotten gesteckt. Diese sind ganz gut gewachsen, jedoch wieder von der von mir fälschlicherweise für Schnecken gehaltenen Zwiebelminierfliege angefressen worden. Der Versuch im Hochbeet ist tatsächlich ganz gut geglückt und ich konnte insgesamt ca. 3,25 kg ernten. Gerade vergangene Woche habe ich die letzten eigenen Zwiebeln verkocht.

Zuckererbsen/Kaiserschoten
(Samen, Eigengewinnung)

Die Pflanzen sind wie im Jahr zuvor sehr gut gewachsen und ich konnte wieder ein paar Mal davon kochen.

Zucchini
(Bio-Samen, gekauft)

In diesem Jahr habe ich ebenfalls wieder darauf verzichtet, Pflänzchen zu setzen. Die Samen sind leider nicht gut aufgegangen. Eine einzige Pflanze wuchs aus der Erde, schaffte es aber auch nicht bis zur Frucht. Ausnahmsweise einmal keine Zucchinischwemme!

Kürbis

Keine Zeit, (noch) kein Platz, keine Idee = kein Kürbis.

Salat

Nicht gesät bzw. gepflanzt, also auch keine Ernte. Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr die Zeit finden, um uns auf das Projekt „Hochbeet“ zu stürzen!

Gurken
(Pflänzchen, geschenkt)

Ich habe ein paar Pflänzchen von Max‘ Vater geschenkt bekommen, die ich in einen Pflanztrog und auch ins Beet gesetzt habe. Im Beet hat es ihnen nicht gefallen, aber vom Rest konnte ich für ein paar Wochen ganz ordentlich ernten!

Tomaten
(Pflänzchen)

Die Tomatenpflanzen sind gut gewachsen und unser kleiner Zwerg hat täglich davon genascht. Im Spätsommer wurden sie dann aber von hungrigen Raupen heimgesucht.

Kartoffeln

Wurden nicht gesetzt. So richtig weiß ich noch immer nicht, wo das neue Kartoffelbeet hin soll… ich bin gespannt…
Ein paar Kartoffeln konnte ich trotzdem ernten – 5 Stk. sind ohne Wasser, Erde und Licht in einem Kartoffelsack auf einem Blumentopf gewachsen!

Käferbohnen

Auch hier das selbe „Problem“: es fehlte die Zeit, Muße und Idee für die Käferbohnen.

Spinat
(Samen)

Wurde als Vorkultur von Zucchini gesät und ist schön gewachsen. Ich konnte meine Gerichte ein paar Mal damit aufpeppen (sonst mag hier niemand Spinat). Leider ist er aber dann recht schnell geschossen.

Weißkraut
(Plänzchen)

Eine traurige Geschichte – zumindest für mich. Irgendjemand hatte aber den ganzen Sommer genug zu Essen… Ich konnte von 6 Pflanzen keine einzige ernten.
Nachtrag: Anfang Dezember habe ich doch noch 2 Mini-Krautköpfe vom Beet geholt.

Kohlrabi
(Pflänzchen)

6 Stk. gepflanzt, 3 Stk. geerntet. Das Ergebnis könnte besser sein.
Nachtrag: Anfang Dezember habe ich noch 2 Kohlrabiknollen geerntet.

Brokkoli
(Pflänzchen)

Im Starkzehrerbeet habe ich neben Kraut und Kohlrabi heuer auch noch Brokkoli versucht. Dieser ist im Gegensatz zu den beiden anderen Kandidaten relativ gut gewachsen und ich konnte wegen meiner Faulheit (ich habe die Planzen nach der ersten Ernte nicht gleich vom Beet geräumt) gleich zweimal ernten. Die Pflanzen haben ein zweites Mal ausgetrieben und ich habe insgesamt gut 1,5 kg Brokkoli geerntet.
Nachtrag: Anfang Dezember konnte noch eine weitere Portion geerntet werden.

Radieschen
(konventionelle Samen, geschenkt)

Sagen wir einmal so: ich würde es als Radieschenschwemme bezeichnen. Die Vorkultur im Starkzehrerbeet wuchs hervorragend!

Melothria

Nicht gesäht.

Kresse

Nicht gesäht. Aber könnte ich ja jetzt auf der Fensterbank noch nachholen…

 

Und sonst? Tja, auch der Dill mag das verfluchte Plätzchen im Kräuterbeet nicht. Im nächsten Jahr versuche ich Thymian o.ä.
Salbei und Rosmarin sind schön gewachsen. Auch etwas Pfefferminze konnte ich ernten.

Die Beerensträucher haben dieses Jahr enorm gut getragen. Rote und Schwarze Ribisel sowie Jostabeeren konnte ich sehr viel einfrieren. Etwa 3 Liter Sirup konnte ich herstellen. Die kleinen Säulenapfelbäume haben erstaunlich gut getragen für ihre Größe. Sogar Kirschen waren heuer so viele am Baum, dass ich Kompott daraus gemacht habe. Die Quitte war wieder einmal voll mit Früchten. Auch die Weinrebe trug extrem viele leckere Trauben heuer, worüber sich unser kleiner Zwerg sehr gefreut hat… „Beeeerli“!

Mit ein bisschen mehr Muße hätte ich wahrscheinlich mehr ernten können. Da ich aber von einem regionalen Gemüsebauern (Solawi Tannberg) sehr gut versorgt worden bin bzw. immer noch werde, ist es nicht tragisch, wenn bei einem selbst mal etwas nicht so läuft bzw. gelingt!

Und ich bin wie immer schon gespannt auf die nächste Saison!

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2 Gedanken zu “Ernte 2018

  1. Danke für Deine offenen Berichte! – Sie dienen mir als Trost (Bio-Samen, Zucchini, …)
    Wünsche Dir und Deinen Lieben ein beschauliches Fest!
    und weiterhin frohes Schaffen 2019 + fürderhin… Ra
    P.S.: Habt Ihr die „fiederblättrigen“ eingesetzt?

    Gefällt mir

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