Kartoffel

img_5661_kartoffel

Kartoffel, Solanum tuberosum

Ursprünglich kommt die Kartoffel, oder auch Erdapfel, aus Südamerika. Anfangs hatte es die Knolle etwas schwer, weil man das Gemüse aus der Erde nicht essen wollte. Dennoch ist sie heute angeblich die fünftwichtigste Pflanze der Welt. Mittlerweile gibt es weltweit an die 5000 verschiedene Sorten. Man unterscheidet sie unter anderem nach ihrem Verwendungszweck in der Küche (mehlig, festkochend, etc.), das Anbaugebiet und die Reifezeit. Außerdem gibt es auch in Farbe und Form die wildesten Varianten.

Die Knollen sind besonders leicht verdaulich. Gegen eine Übersäuerung des Magens soll sowohl der rohe Kartoffelsaft als auch Kartoffelsuppe helfen. Sie enthalten Stärke, hochwertiges Eiweiß, Mineralstoffe und alle Vitamine. Grüne Stellen und keimende Augen an den Knollen müssen vor dem Verzehr gut ausgeschnitten werden, denn diese enthalten giftiges Solanin.

In der Küche ist der Erdapfel eine kohlenhydratarme Alternative zu Nudeln. Von der Suppe bis zum Kartoffelbrot ist das Einsatzgebiet sehr breit.

Bis auf das Anhäufeln brauchen Kartoffeln meiner Meinung nach sehr wenig Pflege. Beim Anhäufeln wird etwas Erde um die Pflanzen gehäuft, wenn diese eine Höhe von etwa 10 cm erreicht haben. Dadurch erhalten sie mehr Platz zur Bildung neuer Knollen. Strecken die Knollen frühzeitig ihre Köpfe heraus, sollten diese ebenfalls mit Erde bedeckt werden. Ansonsten entstehen durch das auftreffende Sonnenlicht die giftigen, grünen Stellen auf der Schale. Da Erdäpfel viele Nährstoffe für ein gutes Wachstum benötigen, sollte man vor der Pflanzung organischen Langzeitdünger in Form von Kompost, Hornspänen und/oder Stallmist unter die Erde mischen. Regelmäßige Kontrollen der Blätter bzw. Blattunterseiten beugen einen Befall der Kartoffelkäfer vor.

Je nach Sorte ist der Erntezeitpunkt der Kartoffeln etwas unterschiedlich. Frühe Sorten werden bei noch grünem Laub aus der Erde geholt. Späte Sorten dürfen solange in der Erde bleiben, bis das Kraut komplett vertrocknet und eingezogen ist.

Auch Kartoffeln haben bei mir schon Bekanntschafft mit Schnecken gemacht. Das Kraut wurde so angefressen, dass es die Pflanzen nicht überlebt haben. Im Jahr darauf hatte ich aber keine Probleme, obwohl ich direkt in der Wiese ein kleines Kartoffelfeld angelgt habe. Mit dem gefürchteten Kartoffelkäfer hatte ich bisher auch noch keine Probleme.

Bis auf die Schneckenrückschläge sind Kartoffeln für mich einfach toll zum Anbauen. Die Ernte kann gut im kühlen Keller für längere Zeit gelagert werden. Hierbei muss nur regelmäßig kontrolliert werden, ob nicht einzelne Knollen faulig geworden sind. Am besten legt man die Knollen dabei locker und luftig in eine Kiste aus Holz oder in einen Leinen- bzw. Jutesack. Voraussetzung für eine ertragreiche Ernte ist jedoch ein entsprechend großes Beet (ca. 2 x 2 m), wobei Kartoffeln auch in speziellen Türmen oder herkömmlichen Pflanztrögen und -töpfen wachsen. Der Ertrag fällt dabei natürlich geringer aus.

 IMG_7086_kartoffeln
Steckbrief

Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse
Pflanzung: April bis Mai, ca. 3 Wochen vorkeimen lassen
Standort: sonnig
Boden: nährstoffreich, lehmig, Staunässe vermeiden
Nährstoffbedarf: hoch
Pflanzabstand: ca. 40 cm
Saattiefe: 5–10 cm
Gute Partner:
Bohnen, Kohlrabi, Spinat
Schlechte Partner:
Rote Bete, Sellerie, Salat, Tomaten, Erbsen, Gurken, Kohl, Zwiebeln
Erntezeit:
je nach Sorte von Juni bis Oktober
Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln/Knollen

Advertisements