Fasten für das Klima

Da ist sie wieder, die Fastenzeit…

In den vergangenen Jahren hab ich euch ja immer den Link von meinem Blogbeitrag zum Thema „Plastik fasten“ dagelassen. Und obwohl der jetzt schon 5 Jahre alt wird, ist das Thema gefühlt aktueller denn je. 💚

Angesichts des neu veröffentlichten zweiten Teils des sechsten Klimaberichts der IPCC (Weltklimarat), scheint es mittlerweile unumgänglich, sich seines Lebensstils und all den daraus resultierenden Folgen für unser Klima bewusst zu machen und etwas zu ändern. Ich versuche seit Jahren einen für mich machbaren Weg einzuschlagen, ohne schlechtes Gewissen und in Harmonie und Einkalng mit mir und der Umwelt zu leben. Das gelingt mir sicherlich nicht immer, aber der Weg ist das Ziel! Und jeder noch so kleine Schritt, bringt uns in eine bessere Welt. Davon bin ich überzeugt. Wer jetzt denkt: Das bringt doch alles nichts! Dem entgegne ich eine bekannte Aussage:

„Es ändert doch nichts, wenn ich alleine nachhaltiger lebe.“ sagten 7 Milliarden Menschen

Also versuche ich hiermit wieder einmal mir selbst, und hoffentlich noch vielen anderen da draußen, die kleinen Dinge bewusst zu machen, die im täglichen Leben zu großer Veränderung führen können…

1. Weniger mit dem Auto fahren 🚗🚕🚙

Ja, am Land ist das wirklich schwierig. Aber: Muss man wirklich am Samstag einkaufen fahren, oder kann man das am Heimweg von der Arbeit erledigen? Muss man wirklich wegen dieser einen Kleinigkeit losfahren, oder kann man warten, bis man vielleicht gleich drei Dinge auf einmal besorgen kann? Angesichts der derzeit steigenden Spritpreise muss man sich solche Gedanken in Zukunft ohnehin vielleicht öfter stellen, als einem lieb ist… 🙃

2. Regional einkaufen 🍎🥖🧀

Angefangen beim Einkauf im Greissler ums Eck bis hin zum Kauf von Gemüse, Fleisch oder Milchprodukten vom örtlichen Bauern. Nicht nur der Weg von daheim bis zum Geschäft zählt hier, sondern auch wie weit die Ware selbst transportiert wurde. Rinder werden beispielsweise oft zum Schlachten und/oder Verarbeiten ins Ausland gekarrt, um dann fein portioniert wieder bei uns im Laden zu liegen. Echt schlimm so etwas… von der Tierquälerei will ich gar nicht erst reden. 😔

3. Weniger (oder gar kein) Fleisch essen 🥓🥩🍗

Die Fleischindustrie ist schon lange als eine der größten Klimakiller bekannt. Abgesehen von den Transporten ist hier unter anderem auch die Abholzung von (Regen)wäldern ein sehr großer Punkt. Diese werden zur Landgewinnung gerodet, um mehr Fläche für den Anbau von Futtermitteln wie Soja, Mais oder Getreide zu erhalten. Die grünen Lungen der Erde gehen dabei Stück für Stück verloren. 😢

4. Bio und Öko 🌳🌿💚

Mit der Verwendung von Pestiziden und Herbiziden in der konventionellen Landwirtschaft werden Böden, Pflanzen und Tiere belastet und unsere Umwelt geschädigt. Eine intakte Natur hält unser Klima stabil. Der Konsum von biologisch hergestellten Lebensmitteln trägt also auch einen wichtigen Teil zur „Rettung des Klimas“ bei. Ebenso in anderen Bereichen wie Kleidung, Reinigungsmitteln oder Kosmetik spielt dieser Punkt eine wichtige Rolle. Ökologisch hergestellte Dinge sind einfach die bessere Wahl. 😎

5. Verwenden statt verschwenden ⏰💡💦

Ein großer Laster unserer Konsumgesellschaft ist meiner Meinung die Verschwendung von Dingen, die noch in Ordnung sind. Es werden ohne ersichtlichen Grund sehr oft neue Sachen gakauft, obwohl die alten noch gut sind. Nur weil das vielleicht nicht mehr „IN“ ist!? Hier rede ich von Kleidung, Elektronik, Autos, Möbel und vielen andere Gebrauchsgegenständen des täglichen Bedarfs. Selbst wenn etwas kaputt ist, kann man es vielleicht noch reparieren und dessen Leben um ein paar Jahre verlängern UND das Klima dabei schonen. Auch Lebensmittel landen zu oft im Müll, obwohl sie noch in Ordnung wären. Um das zu verhindern hilft schon beim Einkauf die Frage: Brauche ich das wirklich? 🧐

Und damit zum wohl wichtigsten Punkt, der mehr oder weniger sogar alle ein wenig zusammenfasst:

6. Minimalismus – Weniger ist mehr! 🤏🙌

Für alle, die sich noch nie mit dem Thema auseinander gesetzt haben, ist der Begriff vielleicht ein wenig befremdlich, doch Minimalismus ist in meinen Augen die Lösung des Problems. Nur wenn wir insgesamt weniger und bewusster konsumieren, können wir langfristig zu einem Ziel bzw. zu einem Punkt kommen, der unser Klima nicht weiter belastet. Beim Minimalismus geht es hauptsächlich darum, nur die Dinge zu kaufen, die man WIRKLICH braucht. Man muss sich dabei ernsthaft fragen, ob die Notwendigkeit einer Neuanschaffung gegeben ist. Es geht hier um ein gesundes Maß an Verzicht. Verzicht an der Konsumgesellschaft. Wie gut ich hier schon dabei bin, haben mir übrigens die Lockdowns der vergangenen zwei Jahre gezeigt: Mir ist (fast) nichts abgegangen. 😉

Im ersten Moment klingt das alles nun nach vielen Entbehrungen, doch bei einigen Punkten kann man sehr gut Geld und Zeit sparen und diese dann für schönere Dinge „verschwenden“. Pflanzt doch zum Beispiel mal einen Baum! Denn jede Pflanze trägt ja auch zu einem guten Klima bei und unser grüner Fußabdruck wird dabei auch noch vergrößert. 👣

Vielleicht konnte ich ja irgendjemanden etwas dazu motivieren, jetzt 40 Tage für das Klima zu fasten. Und wer weiß, vielleicht werden es dann ja mehr als 40 Tage… 😉

Ich freue mich über regen Austausch und Ideen zum Thema!

Bis bald! 🤗

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