Rhabarber

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Rhabarber, Rheum rhabarbum

Botanisch gesehen zählt der Rhabarber eigentlich zu den Gemüsen. Da er aber mehrheitlich Bestandteil in süßen Speisen ist, wird er meist eher als Obst oder Frucht angesehen. Neben seiner schmackhaften Verwendung in der Küche, wirkt Rhabarber als Heilpflanze leicht abführend und magenstärkend. Diese Wirkung kann sich bei schwangeren oder stillenden Frauen auf das Kind übertragen. Daher sollte der Verzehr in dieser Zeit vermieden werden.

Tinkturen aus der Wurzel (Rheum palmatum) können entzündungshemmend bei Problemen im Mund- und Rachenraum (Zahnfleisch, Hals, Mandeln) wirken.

Verwendet wird Rhabarber als Tinktur oder frisch für Marmeladen, Chutneys, Saft, Kuchen und Kompott. Auch in pikanten Speisen kann Rhabarber eine interessante Zutat sein.

 

Rhabarber sollte nur bis ca. Mitte Juni geerntet werden, da in älteren Stängeln der Oxalsäuregehalt zunimmt. Dieser Inhaltsstoff wird nicht gut vertragen und führt zu Bauchschmerzen. Aus diesem Grund darf Rhabarber nie roh gegessen werden, da der Gehalt hier noch höher ist.

Achtung: Die Blätter sind giftig und müssen gleich auf den Kompost.

 

Eine Aussaat ist nicht zu Empfehlen, da es eine sehr langwierige Prozedur ist, bis eine erntbare Pflanze entsteht. Besser eignet sich zur Vermehrung das Teilen des Wurzelstocks im Herbst.

Beim Ernten die Stängel am besten durch leichtes drehen von der Pflanze lösen und nicht abschneiden. Die Stängelreste würden sonst an der Pflanze faulen und einen Pilzbefall begünstigen. Bei der Bildung einer Blüte ist es ratsam, diese ebenfalls heraus zu brechen, da die Pflanze ihre ganze Energie in eben diese stecken und nicht mehr genug für die Produktion von dicken Stängeln übrig bleiben würde.

Am Ende der Erntezeit die übrigen Blätter unbedingt stehen lassen. Die Pflanze entzieht ihnen im Herbst die Kraft und speichert sie über den Winter im Wurzelstock – bereit für den nächsten Austrieb im Frühling.

 

Steckbrief

Pflanzenfamilie: Knöterichgewächse
Pflanzung: Frühjahr oder Herbst
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: humusreich, leicht feucht
Nährstoffbedarf: hoch
Pflanzabstand:
100–150 cm
Wuchshöhe:
50–150 cm
Gute Partner:
Bohnen, Erbsen, Spinat, Salat, Kohlrabi, Brokkoli
Schlechte Partner: Starkzehrer
Blütezeit:
Juli bis August
Erntezeit:
April bis Juni
Verwendete Pflanzenteile: Stängel