Lavendel

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Lavendel, Lavandula angustifolia

Die duftenden Blüten kennt man meist nur von Omas Duftsäckchen im Kleiderschrank, doch die aus der Mittelmeerregion stammende Pflanze kann viel mehr als Kleidermotten vom Schrank fern halten. Lavendel ist in der Heilkunde vor allem wegen seiner beruhigenden, ausgleichenden und krampflösenden sowie schlaffördernden Wirkung bekannt. Deshalb findet man ihn oft bei „Gute-Nacht“- oder „Beruhigungs“-Teemischungen in der Zutatenliste.

Ein Lavendel-Vollbad soll ebenfalls ausgleichend auf Körper und Geist wirken (aus den Blüten einen Tee kochen, dem Badewasser zufügen und 20 Min. darin baden, danach noch 1/2 Stunde ruhen).

Ein Kräuterkissen mit Lavendelblüten kann bei Einschlafschwierigkeiten helfen und für einen tiefen und erholsamen Schlaf sorgen. Nebenbei soll der Geruch auch noch Hausstaubmilben aus dem Bett vertreiben.

Äußerlich wirkt Lavendel gegen unreine und fettige Haut oder Akne. Ein Gesichtswasser, Kaltauszug oder Gesichtsdampfbad wirken desinfizierend sowie durchblutend. Einige Tropfen Lavendelöl im Putzwasser sollen bei der Reinigung von Kühlschrank, Regalen etc. ebenfalls als Desinfektionsmittel dienen.

Die Blüten samt Stängel können gut zu Bündeln gebunden und im Halbschatten zum Trocknen aufgehängt werden. Danach die Blüten von den Stängeln streifen und in verschließbaren Gefäßen aufbewahren.

Verwendet wird Lavendel als Tee, Gesichtswasser, Vollbad, Heilöl oder auch in der Küche als Marmelade, Eis oder in diversen Desserts.

 

In meinem Garten steht die schöne Staude vorerst nur zu dekorativen Zwecken sowie als Bienen- und Schmetterlingsfutterpflanze, weil ich den Geruch, im Gegensatz zu den Insekten, und auch den Geschmack leider überhaupt nicht ausstehen kann. Vielleicht ändert sich das aber einmal, dann probiere ich sofort das Kräuterkissen aus!

Gerne wird Lavendel wegen seiner läusevertreibenden Eigenschaft auch als Rosenbegleitpflanze verwendet. Da Rosen aber ganz andere Ansprüche an den Boden haben, eignet er sich aber eigentlich nicht sehr gut dafür. Möchte man aber trotzdem nicht auf die duftenden, violetten Blüten zwischen den Dornengewächsen verzichten, sollte man die Pflanzen etwas erhöht dazwischen setzen. Alternativ kann man auch Katzenminze verwenden – die sieht fast genauso bezaubernd aus.

Vermehren lässt sich Lavendel recht gut durch Stecklinge. Dazu kurze Triebe im Frühjahr oder Spätsommer abschneiden und in gute Erde stecken. An einem warmen Ort sollten sich im Frühjahr gesteckte Triebe so gut entwickeln, dass sie im Herbst von der Pflanzschale in Töpfe oder direkt ins Freiland gesetzt werden können. Wer sie erst im Herbst steckt, braucht ein geeignetes Überwinterungsquartier (Glashaus).

 

 

Steckbrief

Pflanzenfamilie: Lippenblütler
Aussaat: Februar (Gewächshaus), März (Freiland)
Pflanzung: den ganzen Sommer
Standort: sonnig, warm
Boden: durchlässig, kalkhaltig
Nährstoffbedarf: niedrig
Pflanzabstand:
30 cm
Wuchshöhe:
20–50 cm
Blütezeit:
Juni bis August
Erntezeit:
während der Blüte
Verwendete Pflanzenteile: Blüten

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